Aufsicht über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure



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Öffentlich bestellte Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure (ÖbVI) üben einen freien Beruf aus und nehmen als Organe des öffentlichen Vermessungswesens hoheitliche Aufgaben wahr. Auf Grundlage des Brandenburgischen Vermessungsgesetzes und im Rahmen der ÖbVI-Berufsordnung führen ÖbVI u. a. folgende Tätigkeiten aus:

  • Vermessungen von Grenzen an Flurstücken,
  • Einmessung von Gebäuden für den Nachweis im Liegenschaftskataster
  • Erstellung von amtlichen Lageplänen
  • öffentliche Beglaubigung von Vereinigungsanträgen
  • Bereitstellung von Geobasisinformationen der Liegenschaften in analoger Form (Katasterauszüge)

Darüber hinaus können die ÖbVI auch in anderen Bereichen des Vermessungswesens, wie der ingenieurtechnischen Vermessung von Hoch- und Tiefbauten, der ländlichen Neuordnung (Flurbereinigung) oder als Sachverständige tätig werden.

Nach der ÖbVI-Berufsordnung unterstehen die ÖbVI im Rahmen ihrer hoheitlichen Tätigkeiten der Aufsicht des Landesbetriebs LGB. Daraus folgt auch, dass die LGB über Widersprüche gegen Verwaltungsakte der ÖbVI entscheidet (z. B. bei Kostenfestsetzungen oder bei der Abmarkung von Grenzpunkten). Generelles Ziel der Aufsichtstätigkeit ist es, die recht- und zweckmäßige Berufsausübung der ÖbVI zu gewährleisten.

Es ist beabsichtigt, dass mit der bereits laufenden Novellierung der ÖbVI-Berufsordnung die Möglichkeit der Zulassung über die Zulassungsprüfung nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe b ÖbVI-Berufsordnung entfällt.

Sollten Sie im Zusammenhang mit der Tätigkeit eines ÖbVI im Land Brandenburg allgemeine Hinweise, Fragen oder Beschwerden zu einem konkreten Einzelfall haben, wenden Sie sich bitte an:

LGB
- Aufsicht über die ÖbVI -
Robert-Havemann-Straße 4
15236 Frankfurt (Oder)
Telefon: +49 335 5582-510
Telefax: +49 335 5582-702
E-Mail: Heinz-Werner.Kahlenberg@geobasis-bb.de

Dokumente



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”Vorlage von amtlichen Lageplänen” nach § 22 Abs. 4 und 5 BbgVermG

Nach §22 Abs. 4 des Brandenburgischen Vermessungsgesetzes (BbgVermG) besteht seitens der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (ÖbVI) die Pflicht, der zuständigen Katasterbehörde die von ihnen gefertigten Bestands- und Lagepläne unentgeltlich und zur unentgeltlichen Nutzung vorzulegen, Zur Vorlage sollen gemäß §22 Abs. 5 BbgVermG automatisierte Verfahren eingesetzt werden.

Ziel des Verfahrens ist es einerseits, die vorhandenen Geoinformationen der amtlichen Lagepläne für das Geobasisinformationssystem zu nutzen, anderseits den Aufwand auf Seiten der ÖbVI zu minimieren.

Die ÖbVI stellen den zuständigen Katasterbehörden die amtlichen Lagepläne im PDF-Format sowie eine Datei der zugehörigen Lage-Koordinaten insbesondere der Gebäude- und Grenzpunkte in einfachster Form bereit.
Sonstige Pläne sowie ggf, in den amtlichen Lageplänen vorhandene projektierte Gebäude werden nicht benötigt.

Sofern aus dem Programmsystem ProBAUG der unteren Bauaufsichtsbehörden die aktuellen amtlichen Lagepläne im PDF-Format abrufbar sind, erlischt die Vorlagepflicht der PDF-Dateien. In diesen Fällen fordert die Katasterbehörde bei Bedarf die Koordinatendatei bei den ÖbVI an. In der Graphik wird dargestellt in welchen Landkreisen (blau) die Vorlagepflicht gilt.

Graphische Darstellung der Landkreise


Download PDF-Datei; Öffnet neues Fenster Beschreibung der Datei der Lagekoordinaten


Bespieldaten:

Beispiel ”frei_num.csv” mit freier Punktnummerierung
(Excel, 318 B)

Beispiel ”amtl_num.csv” mit Punktnummern in Form einer amtlichen Nummerierung
(Excel, 330 B)

Beispiel ”amtl_pkn.csv” mit vollständigen amtlichen Punktkennungen
(Excel, 400 B)


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