Wie groß bin ich wirklich?
Geodäsie zum Anfassen am Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrum in Frankfurt (Oder)
- Erschienen amWie groß bin ich eigentlich ganz genau? Und was haben Navigationssysteme, Klimaschutz und Katastrophenvorsorge gemeinsam? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es am 26. Juni 2026 beim 2. Tag der Geodäsie am Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrum in Frankfurt (Oder).
Im Rahmen des bundesweiten Digitaltags kamen zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Auszubildende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um die Welt der Geodäsie und moderner Geoinformationstechnologien kennenzulernen. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Ministeriums des Innern und für Kommunales (MIK) und wurde von Staatssekretär Uwe Schüler eröffnet. Dr.-Ing. André-Benedict Prusa, Leiter des Dezernats II Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt der Stadt Frankfurt (Oder), begrüßte die Gäste und wünschte allen einen informativen und erfolgreichen Veranstaltungstag.
Mit dabei war auch die LGB, die die Schülerinnen und Schüler mit einem abwechslungsreichen Mitmachprogramm für die Welt der Geodäsie begeisterte. Statt trockener Theorie hieß es: ausprobieren, entdecken und selbst aktiv werden.
Besonders gefragt war die amtliche Körperhöhenmessung, bei der viele Besucherinnen und Besucher ganz genau wissen wollten, wie groß sie tatsächlich sind. Am Glücksrad konnten sie ihr Wissen rund um Brandenburg, Karten und Vermessung testen. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte das Spiel der kuriosen Ortsnamen: Wo liegen eigentlich Schabernack, Fischwasser oder Brausebachmühle? Gar nicht so einfach – und eine spielerische Gelegenheit, Brandenburg aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen.
Der Tag der Geodäsie machte eindrucksvoll sichtbar, wie vielseitig Geodaten heute eingesetzt werden – von der Navigation über den Umwelt- und Klimaschutz bis hin zur Stadtplanung oder dem Katastrophenschutz. Gleichzeitig bot die Veranstaltung spannende Einblicke in die vielfältigen Berufsperspektiven der Vermessung und Geoinformation. Die LGB nutzte die Gelegenheit, mit den jungen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und Interesse an Ausbildungsberufen wie Geomatikerin bzw. Geomatiker oder dem Vermessungswesen zu wecken.
Denn eines wurde an diesem Tag besonders deutlich: Hinter jeder digitalen Karte steckt weit mehr als nur ein Bild. Sie ist das Ergebnis präziser Vermessung, moderner Technologien und engagierter Fachkräfte – und bildet die Grundlage für viele Entscheidungen in unserem Alltag. Wer Geodäsie einmal selbst erlebt hat, sieht Karten künftig mit ganz anderen Augen.
