Brandenburg in 3D entdecken
Perspektivwechsel mit Tiefgang
- Erschienen amWie hoch ragt ein Kirchturm über die Dächer hinaus? Wie fügt sich ein Neubau in seine Umgebung ein? Und wie wirken Brandenburgs Städte, Dörfer und Landschaften aus der Vogelperspektive? Antworten darauf liefert die 3D-Funktion im BRANDENBURGVIEWER.
Möglich wird dies durch sogenannte 3D-Meshes – realitätsnahe Oberflächenmodelle, die aus den Luftbildern der LGB berechnet werden. Gebäude, Gelände, Wälder und Verkehrswege werden dabei dreidimensional dargestellt. So entsteht ein anschauliches Abbild der Landschaft, das räumliche Zusammenhänge auf einen Blick sichtbar macht.
Die 3D-Ansicht lässt sich ganz einfach aktivieren: Klicken Sie im BRANDENBURGVIEWER auf das 3D-Symbol in der rechten Symbolleiste. Anschließend können Sie die Karte neigen, hinein- und hinauszoomen und die Umgebung aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.
Ob historische Altstadt, Wohngebiet oder Naturraum: Die dreidimensionale Ansicht erleichtert die Orientierung und zeigt räumliche Zusammenhänge, die auf einer klassischen Karte oft verborgen bleiben.
Warum werden manche Objekte unscharf oder verzerrt dargestellt?
Beim starken Hineinzoomen wirken manche Bereiche unscharf oder verzerrt. Besonders Bäume und Windräder fallen dabei auf. Der Grund liegt in der Entstehung der 3D-Meshes. Grundlage sind die Luftbilder der turnusmäßigen Landesbefliegung mit einer Bodenauflösung von 20 Zentimetern. Die Aufnahmen werden aus unterschiedlichen Positionen, aber stets mit nach unten gerichteter Kamera erstellt. Informationen über die Seitenflächen von Gebäuden, Bäumen oder anderen Objekten stehen daher nur eingeschränkt zur Verfügung. Deshalb wurde eine Modellannahme eingeführt, dass jedem Bildpunkt nur ein Höhenwert zugeordnet wird. Sie bewirkt, dass Fassaden senkrecht dargestellt werden und somit natürlicher erscheinen. Baumkronen hingegen wirken durch die Modellannahme wie mit einer Decke überzogen oder fließen an den Seiten wie ein grüner Vorhang nach unten.
Hinzu kommt, dass die Luftbilder nicht alle gleichzeitig aufgenommen werden. Bewegliche Objekte verändern sich zwischen den einzelnen Aufnahmen. Der Wind bewegt die Äste und Baumkronen, wodurch diese im 3D-Modell manchmal ausgefranst oder verschwommen erscheinen. Bei Windkraftanlagen können die rotierenden Rotorblätter ähnliche Effekte verursachen.
Auch die Auflösung der Ausgangsdaten setzt Grenzen: Beim starken Hineinzoomen wird sichtbar, dass bei einer Bodenauflösung von 20 Zentimetern einzelne Details nicht mehr exakt dargestellt werden können.
Der Blick aufs Ganze zählt
Die Stärke der 3D-Meshes liegt nicht in der detailgenauen Darstellung einzelner Objekte, sondern in der realitätsnahen Wiedergabe ganzer Städte, Landschaften und Regionen. Sie vermitteln einen schnellen räumlichen Eindruck und helfen dabei, Entfernungen, Höhenunterschiede und Strukturen besser zu erfassen. Damit bieten sie eine anschauliche Ergänzung zur klassischen Kartenansicht und eröffnen neue Möglichkeiten, Brandenburg digital zu erkunden.
Probieren Sie die 3D-Funktion im BRANDENBURGVIEWER aus und entdecken Sie Brandenburg aus einer neuen Perspektive.
