Was hat sich hier verändert?
Das neue tDOM im GEOBROKER macht Höhenunterschiede zwischen unterschiedlichen Befliegungszeitpunkten sichtbar
- Erschienen amBrandenburg verändert sich: manchmal sichtbar, manchmal nur aus der Luft. Ein neues Gebäude entsteht, Bäume wachsen oder verschwinden, Gelände wird umgestaltet. Doch was hat sich tatsächlich gewandelt?
Das neue Temporale Digitale Oberflächenmodell (tDOM) der LGB hilft bei der Antwort. Es vergleicht zwei bildbasierte Digitale Oberflächenmodelle (bDOM) aus unterschiedlichen Befliegungszeitpunkten und zeigt die Höhenunterschiede farblich an. Wo ist etwas hinzugekommen, wo verschwunden? Kalte Farben von Grün bis Blau kennzeichnen Verluste bzw. einen Abbau, beispielsweise von Gelände oder Vegetation. Warme Farben von Gelb bis Rot zeigen Zuwächse. Auf diese Weise werden Veränderungen an Gebäuden, Vegetation und Gelände auf einen Blick erkennbar.
Das kann beispielsweise für Bau- und Flächenplanung interessant sein. Neue Gebäude, Rückbauten oder Veränderungen auf Baustellen können so leicht erkannt werden. Aber auch für die Umweltbeobachtung, Forst- und Landwirtschaft oder die Analyse von Veränderungen nach Ereignissen wie z.B. Unwettern sind diese Einblicke wertvoll. Für erste Veränderungsanalysen in größeren Gebieten bietet das tDOM ebenso einen schnellen Überblick.
Ein genauer Blick lohnt sich
Ganz ohne Interpretationsspielraum kommt das tDOM allerdings nicht aus. Unterschiedliche Jahreszeiten können beispielsweise dafür sorgen, dass Vegetation einmal belaubt und einmal unbelaubt erfasst wurde. Auch unterschiedliche Entwicklungsstadien von Ackerflächen können Veränderungen vortäuschen. Zudem können kleinräumige Abweichungen durch das Bild-Matching der zugrunde liegenden bDOM entstehen.
Das tDOM zeigt also, wo sich ein genauerer Blick lohnt und macht aus zwei Zeitständen eine Geschichte über die Veränderung Brandenburgs.
